Es war wieder einmal soweit, eine
Auswärtstour stand an und wie es sich für die Knights gehört, ging es
unerschrocken und mit blitzender Rüstung in Richtung “Spätzlehochburg“.
Man hatte sich entschlossen, erneut einen Neunsitzer zu mieten und
eine feucht- fröhliche Fahrt zu veranstalten.
Gesagt, getan und man traf sich dementsprechend ( tolles Wort, oder
Totti?!) am Samstag um 08.00 Uhr am Fanprojekt. Mit dabei waren diesmal:
Unser „furchtloser“ Fahrer Totti, der erste Ritter Tom, sein Eheweib
Inge, Burgfräulein Nr.19 alias Dörthe, Mutter Monika, die beiden Ritter
Tobi und Matthes, Onkel Martin und Burgfräulein Diana. Tante Birgit
konnte wegen einer Grippe leider nicht mitkommen und nur deshalb fuhr
auch Mutter Monika mit. Hier direkt eine Bitte! Tante sei beim nächsten
Mal bitte wieder gesund, denn das typische Muttergehabe nervt ganz schön!
Aber egal, auf nach Stuttgart. Kaum losgefahren, zischten auch schon
die ersten Dosen und es wurde der Grundstein für eine unvergessliche
Fahrt gelegt. In kurzer Zeit verwandelte sich unser Gefährt in einen
Partywagen und jedes nur erdenkliche Lied wurde gesungen, na ja eher
mitgegrölt.
Am Hockenheimring trafen wir dann auf den Bus, den das Fanprojekt
organisiert hatte und somit auch auf unsere Nessie. Man begrüßte Nessie
und auch alle anderen die man kannte und sah aber dann zu, dass man
schnellstmöglich die rettende Toilette erreichte. Der Aufenthalt dauerte
jedoch nicht allzu lange und schnell ging es weiter.
Die Zeit verging rasch und so gegen 12.00 Uhr erreichten wir dann
unser Ziel. Leider fuhren wir von der Autobahn direkt in einen Stau
auf dem Zubringer zum Stadion und für Tobi und Matthes wurde die Zeit
knapp! PIPI!!! Also raus aus dem Bus, ran an die Mittelleitplanke und
einfach nur laufen lassen! Anschließend musste Matthes dem Bus mit offener
Hose nachlaufen, um noch mitgenommen zu werden, aber für n`en echten
Ritter kein Thema, also im Laufen Rüstung wieder an und ab zum Stadion.
Das einzige Problem bestand nun darin, dass unsere Biervorräte quasi
aufgebraucht waren und wir trotzdem immer noch Durst hatten. Aber genau
dies sollte einem von uns, nennen wir Ihn einfach mal “Maradona“,
zum Verhängnis werden, aber dazu später mehr.
Wir parkten direkt gegenüber des Stadions und machten uns auch sofort
auf, um unsere glänzende Rüstung zur Schau zu tragen.
Am
Stadion angekommen traf man Walli und die Leute, die man auch sonst
immer und überall trifft, und das zu den möglichsten und unmöglichsten
Zeiten. Alle jetzt aufzuzählen würde zu lange dauern, deshalb fühlt
Euch angesprochen oder auch nicht.
Es dauerte ca. eine halbe Stunde und dann war auch
das, äh der Letzte von uns da, "us" Uwe . Somit war
die Ritterschar nun für das heutige Spiel vollzählig und wie fast immer
in großer Zahl vertreten.
Maradona nutzte die Zeit des Wartens, um weiterhin dem Biergenuss zu
frönen und das in grandiosem Maße!
Eine Stunde vor Spielbeginn zog es uns dann in die zu erobernde „Festung“,
in welcher der VFB diese Saison recht stark zu sein schien. Diesmal
sollte unsere Zaunfahne, so wie viele andere auch, zur Blockfahne umfunktioniert
werden, doch die Ordner machten uns einen Strich durch die Rechnung
und die Fahne landete, wie viele andere auch, auf der Laufbahn.
Zum Spiel , die erste Halbzeit war ok. In der zweiten Halbzeit jedoch
passierte wieder das für Borussia typische, einmal nicht richtig aufgepasst
und schon war`s passiert. 1:0 für Stuttgart.
Maradona verließ nun vor lauter Frust den Block, welcher wohl
auch doppelt verkauft worden war, und nutzte die restliche Zeit um am
Bierstand mit Börnie, Siggi, Walli und Inge die Zeit totzuschlagen bzw.
totzutrinken. Man trank jedoch nicht nur, sondern philosophierte über
Borussia und die Welt.
Ja und dann geschah das kaum noch Erwartete! AUSGLEICH!!! An dieser
Stelle ein Dank an Marco Küntzel ,der aus unmöglichem Winkel ein unmögliches
Tor schoss.
Kurz danach war auch Schluss und wir entführten einen Punkt aus dem
„Spätzleland“ und Maradona konnte es kaum noch erwarten seinen Totti
zu umarmen, um den Punktgewinn zu feiern. Eigentlich wollten wir jetzt
gehen, aber unsere Fahne war einfach nicht aufzufinden.
Somit begann eine große Suche, welche einen Teil der edlen Ritter
bis in die verworrenen Gänge und Katakomben des Stadions führte. Aber
getreu dem Motto „ Elf Freunde sollt Ihr sein!“ ließen sie sich durch
nichts erschüttern und man fand dann später heraus, dass die Fahne von
Holger mitgenommen worden war. Also auf zum edlen Gefährt um dann die
Heimreise antreten zu können.
Die
Zeit der Suche hatte Maradona erneut sehr sinnvoll genutzt, um sowohl
Besucher einer Tanzveranstaltung mit seiner freundlichen Art zu nerven
bzw. zu unterhalten und natürlich um sich über die restlichen Dosen
des Gerstensaftes herzumachen.
Aus diesem Grund war er für die Rückfahrt auch schon bestens vorbereitet.
Auf dem Weg zur Autobahn ließ er seinem Humor freien Lauf und verwirrte
eine große Zahl von Schwaben, was dazu führte, dass der Straßenverkehr
in Stuttgart teilweise zum Erliegen kam und wir uns vor Lachen kaum
noch halten konnten.
Auf der Autobahn angekommen, nahm das Elend dann aber unaufhaltsam
seine Lauf. Nach gut einer Stunde Fahrzeit hatte Maradona ein unbändiges
Verlangen nach einem Käsebrötchen, welches ihm dann auch sehr zügig
gereicht wurde. Aber genau dieses Käsebrötchen sollte sein Verhängnis
werden!
Kaum hatte er es zur Hälfte gegessen brauchte er dringend frische Luft
und riss einfach das Seitenfenster auf und steckte den Kopf nach
draußen. Bei 140 recht mutig, oder sagen wir mal, einfach nur besoffen!
So hing er dann da und hat es Monika zu verdanken, dass er noch einen
Kopf auf den Schultern hat, denn ohne seinen Helm hätte er gegen
den LKW wirklich keine Chance gehabt, doch Monika zog ihn im letzten
Moment noch zurück ins Innere.
Von nun an war sein Frischluftdrang nicht mehr zu stoppen, und er
hing nur noch aus dem Wagen. Es folgte, was vorauszusehen war, der Mageninhalt
war nicht mehr dazu bereit, im Magen zu verharren und bahnte sich den
Weg an die frische Luft und somit auf die Frontscheiben der nachfolgenden
Autos. Dies führte zu einem wahren Lichthupenkonzert und erheiterte
teilweise auch die Mitfahrer. Denn wann sieht man Maradona schon einmal
so leiden!? Schon gut, es kommt ab und zu mal vor.
Nun ja, wir mussten nun drei Mal anhalten um den Bus wieder von außen
zu reinigen,
und um Maradona den Toilettengang
zu ermöglichen. Doch auch hierbei durfte man ihn wirklich nicht mehr
alleine lassen, denn er verteilte sein ganzes Hab und Gut über die jeweilige
Raststätte und war später nur noch durch Tottis muskulöse Art zum nach
Hause fahren zu bewegen.
Aufgrund der nun zahlreichen Unterbrechungen kamen wir erst gegen 24.00
Uhr wieder in Mönchengladbach an.
Eine erneut sehr unterhaltsame, lustige und vor allem feucht- fröhliche
Tour neigte sich dem Ende entgegen. Man verabschiedete sich voneinander
und machte sich auf den Weg nach Hause.
Als Fazit bleibt zu sagen SPITZE!
Und für die, die es interessiert, Maradona ging es
am nächsten Tag blendend! Aber Schuld war ja eh nur das Käsebrötchen
!!!
Mit schwarz-weiß-grünen Grüßen
Matthes „M“