Dank des DFB und seiner
tollen Spielansetzung musste Borussia am Sonntag den 04.11.01 bei Herta
BSC antreten und dies bedeutete für uns natürlich, dass wir unsere Elf
suporten werden! Da für viele von uns klar war, fahren zu wollen haben
wir kurzer Hand einen Neunsitzer organisiert und die erste Borussen Knights
Tour in einem Bus stand unmittelbar bevor.
Also machten sich am Morgen des 04.11.01 um 08.00 Uhr neun
Knights auf den Weg nach Berlin. Na ja , eigentlich erst um 08.30 Uhr,
ne Dallas!?
Mit von der Partie waren Tobi , Diana, Tom, Inge, Dallas, Nicole, Tomas,
Matthes und nicht zu vergessen Totti! Letztere hatte sich auch ganz
selbstlos dazu bereit erklärt uns hin und zurück zu fahren, dafür waren
wir ihm natürlich sehr dankbar, denn so konnten wir dem Biergenuss frönen.
Kaum auf der Autobahn ging auch schon ein Handy und Birgit und „Onkel“
Martin überbrachten
die
frohe Kunde sich so eben auch
auf den Weg nach Berlin gemacht zu haben und somit waren nun ganze elf
Knights auf dem Weg zum Spiel.
Die Fahrt verlief gut und wir brachten recht schnell die Kilometer
hinter uns, ja um genau zu sein so schnell, dass Birgit und Martin bis
Dunkeldeutschland brauchten um uns einzuholen.
Dort war dann natürlich erst einmal eine grosse Begrüßungszeremonie
angesagt und der dringend nötige Toilettenbesuch. Wobei der Toilettenbesuch
war eigentlich alle 100km sehr dringend, gell Tobi, Thomas und Matthes!
Nun ja war ja auch egal, denn wir hatten ja reichlich Zeit. Aber nichts
desto trotz kamen wir um ca.12.30 Uhr in Berlin an. Lob an Totti, denn
wir mussten mindestens 5 mal anhalten!
In Berlin angekommen wurde erst mal der Wagen getankt, damit man nach
dem Spiel direkt wieder in Richtung Heimat starten konnte und dann haben
wir uns einen Parkplatz gesucht.
Der Parkplatz war auch eigentlich gar nicht so schlecht, es konnte
ja niemand wissen das die nach dem Spiel einfach die Straße abschliessen,
oder?
Nun ja, Wagen geparkt und ab in die Stadt, denn es waren ja noch über
4Std. Zeit bis zum Spiel. Am Bahnhof-Zoo angekommen trennte sich die
Truppe erst mal, da die Geschmäcker was das Essen angeht dann doch sehr
verschieden sind. Also machten sich Diana, Nicole, Dallas, Tobi und
Matthes auf den Weg zum nahegelegenen Mc Doof.
Was ich dort erlebt habe war echt der Knaller, ca.10 Kassen auf, aber
Du wartest trotzdem mindestens ne viertel Stunde bis Du mal was bestellen
darfst. Wenn Du es dann endlich geschafft hast etwas zu bestellen,
dann dauert es wieder mindestens ne viertel Stunde bis Du das Essen
endlich in den Händen hälst, aber nun gut, Grossstadt halt.
Man soll aber gar nicht glauben wie ruhig unser Dallas dabei geblieben
ist!
Der Rest ist schnell erzählt, Mund auf, Burger rein und ab ins Holsten
noch ein paar Bier vernichten. Nachdem nun auch das Bier vernichtet
war machten sich die Knights dann auch wieder auf in Richtung Stadion,
denn man wollte sich ja mit denen treffen die schon länger in der Hauptstadt
verweilten. Am Stadion angekommen fanden wir auch ohne viel suchen unsere
„kleine“ Dörthe und die gute Seele des Fanprojekts, unsere Walli. Beide
waren da wo man sich bei einem Auswärtsspiel immer trifft, am Fanmobil!
Schnell waren ein paar Worte gewechselt und man konnte sich ins Stadion
begeben. Hier traf man die „Verrückten“ die man bei solchen Spielen
immer trifft, ich erspare mir jetzt alle einzeln aufzuzählen, Ihr wisst
schon wen ich meine!
Zum Spiel gibt es nicht viel zu sagen, es war die schlechteste Saisonleistung
unserer Elf bis zu diesem Zeitpunkt, aber man kann ja nicht immer klasse
sein. Zwar hatte Borussia die erste Chance ( Freistoß Münch ) musste
sich aber direkt im Gegenzug das Tor fangen und lief von da an dem Rückstand
nur noch hinterher.
Zur Stimmung bleibt nur zu sagen, dass es in Berlin wirklich traurig
war was aus unsere Kurve kam. Ok, Borussia war wirklich nicht gut, aber
das selbst wir Fans uns der Leistung angeschlossen haben war unglaublich.
Sonst waren wir es über die dann wenigstens noch gesprochen wurde, aber
seitdem wir wieder in Liga 1 spielen, wo wir und unser Verein zweifellos
hingehören, wird es selbst Auswärts still. Das darf nicht sein. Alle
die das hier lesen, denen möchte ich sagen, denkt an Bielefeld,
denkt an Mainz usw. den bei diesen Spielen haben wir den Sieg nach Hause
geholt.
Somit kam was kommen musste, Borussia verlor 3:0 und das Wochenende
endete deshalb eher unerfreulich. Also machten wir uns auf den Weg zurück
zu unserem Wagen und was mussten wir dort angekommen feststellen, das
bereits erwähnte, die Straße war einfach abgeschlossen und keiner, selbst
die Berliner nicht, wussten wo es wieder raus ging!
Gut,
da wir eh nicht fahren konnten entschlossen wir uns dazu erst einmal
ausgiebig zu abend zu essen. Dazu kamen uns die mitgebrachten Fressalien
gerade recht. Inge hatte sich wieder einmal selbst übertroffen und auch
Dianas Frikadellen und Tottis Würstchen ( die aus der Dose!!!) sorgten
dafür das wir richtig satt waren als wir uns dann so gegen 20.00Uhr
auf den Heimweg machten.
Diesen Heimweg traten wir jedoch mit einem Mann mehr an, denn Huschke
hatte sich uns noch angeschlossen und war gegen eine gewisse Gebühr
in den Kofferraum geladen worden, wo er es sich mit den Bierdosen bequem
machen musste. Obwohl was heißt hier musste, er war froh das sich das
Bier an seiner Seite befand und gab sich dem Genuss des Gerstensaftes
hin.
Kaum in Berlin losgefahren war auf der mittleren Bank, die auf der
Hinfahrt noch mit vollem Elan Skat gespielt hatte, Totenstille! Man
soll es nicht für möglich halten, aber Dallas und Nicole schliefen bereits
nach weniger als 5km. Jedoch ging auch der Verzehr des Bieres nicht
einfach so spurlos an Huschke vorüber und somit war auch er recht schnell
im Reich der Träume. Was man aber immer wieder nur bewundern kann, ist
das er nie sein Bier verschüttet wenn er einschläft!
Wir waren gerade etwa eine gute Stunde unterwegs, da überkam unseren
Fahrer ein ungemeines Bedürfnis und der nächste Rastplatz wurde zielstrebig
angesteuert. Hier verabschiedeten sich auch Birgit und Martin von uns
per Lichthupe und fuhren alleine weiter. Kaum hatten wir auf dem Rastplatz
angehalten erwachte auch Huschke wieder aus seiner „Totenstarre“, er
warf einen Blick aus dem Fenster und musste zu seiner Freude feststellen,
dass sich ein paar Mädels unserem Wagen näherten. Also passierte das
was man bei Huschke erwarten musste, er riss die Tür auf und gab bellende
Geräusche von sich. Ich habe noch nie jemanden so weit und hoch wegspringen
sehen.
Nach ca. 15 Minuten fuhren wir weiter, denn am kommenden Montag mussten
alle Insassen wieder arbeiten und wollten deshalb auch recht schnell
wieder nach Hause.
Das Bild im Bus änderte sich nicht, überall schnarchen und die Köpfe
waren alle zur Seite gesunken. Aber genau das war das Problem, neben
Totti saßen nämlich noch Tom und Matthes. An sich nichts schlimmes,
doch auch die beiden versuchten ein wenig Schlaf zu finden, was sich
jedoch als ausgesprochen schwierig herausstellte. Für Matthes war der
Platz im Fußraum leider nicht groß genug und somit hatte sich das mit
dem Schlafen auch recht schnell erledigt. Man döste zwar so vor sich
hin, aber richtiges Schlafen war das nicht.
Das zweite Problem was sich ergab, war das Tom sehr wohl einschlafen
konnte. Wenn er wenigstens nur schlafen würde, aber wer Tom kennt weiß,
dass sein Schnarchen einfach unerträglich ist und einfach jeden wach
hält. Außerdem schaffte er es mit einer unwahrscheinlichen Regelmäßigkeit
immer wieder nach links zu kippen und somit Totti auf dem Lenkrad lag
das man bei dem Anblick einfach nur lachen konnte. Es entwickelte sich
hieraus geradezu ein regelrechter Zweikampf Tom Gegen Totti, den Totti
durch schnelle Lenkmanöver oder aber Seitenhiebe mit dem Ellenbogen
für sich entscheiden konnte.
Bis auf den Stau bei Braunschweig gab es aber nichts erwähnenswertes
mehr und so schaffte man es sich um 01.10Uhr vor dem Fanprojekt zu verabschieden,
erneut eine super Zeit. Deshalb, wer braucht Schumi, wir haben unseren
Totti!
Schnell wurde der Wagen noch weg gebracht und dann lagen auch Tobi
und ich so gegen 02.15Uhr in Remscheid in unseren Betten.
Alles in allem eine lustige Tour, wenn auch das Ergebnis ein wenig
zu wünschen übrig lies.
Mit schwarz-weiß-grünen Grüßen